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Wirkungsvolle Rückmeldungen

Wie sollte ein schriftliches Feedback beschaffen sein, damit es von der Schülerin oder dem Schüler auch umgesetzt wird? Soll man den Schüler loben? Ihm sein Problem erklären? Oder gar eine fixfertige Lösung offerieren? Eine im Fachjournal "Instructional Science" publizierte Studie nennt drei Eigenschaften, die Lernenden helfen, ein Feedback richtig zu interpretieren.

Rückmeldungen sind ein wichtiger Teil des Lernprozesses. Doch wie sollte ein Feedback aussehen, damit es auch Wirkung zeigt?

Eine Studie hat diese Frage anhand von 42 Aufsätzen von erstsemestrigen Studierenden des Fachs Geschichte untersucht. Die Aufsätze wurden von Mitstudierenden gelesen und kommentiert. Über tausend einzelne Segmente der Rückmeldungen wurden von den Forschern in verschiedene Kategorien eingeteilt und auf ihre Wirksamkeit überprüft.
Das Resultat: Den Studierenden viel es leichter, eine erhaltene Rückmeldung umzusetzen, wenn sie das in der Rückmeldung beschriebene Problem auch richtig verstanden. Das richtige "Lesen" eines Feedbacks wurde in der Studie durch folgende Faktoren gefördert:

  1. Das Feedback sollte mit einer Zusammenfassung beginnen: Enthält das Feedback eine Zusammenfassung des Textes, kann sich die Schülerin oder der Schüler einen Überblick darüber verschaffen, wie der Begutachter ihren/seinen Text verstanden hat. Dieser Überblick hilft, das gesamte Feedback besser zu verstehen.

  2. Bei Problemen auf genaue Stelle im Text hinweisen: Wird das Problem genau lokalisiert, können Missverständnisse vermieden werden.

  3. Eine Lösung aufzeigen: Manchmal wird ein Problem von einem Schüler nicht wahrgenommen, weil er nicht sieht, was falsch ist oder fehlt. Wird eine Lösung aufgezeigt, können fehlende Elemente deutlich gemacht werden.



Quelle:
M.M. Nelson: The nature of feedback: how different types of peer feedback affect writing performance
Instructional Science: Volume 37, Number 4 / July, 2009

8. September 2009

 

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