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Eine Talentschmiede für jene, die wollen.

Eine Idee feiert ihr Jubiläum: Vor genau  zehn Jahren begann in Ungarn ein Projekt, das von Schülerinnen und Schülern viel Eigeninitiative verlangte. Zehn Jahre später lässt sich das Resultat sehen: Entstanden ist eine Talentschmiede, an der mehrere hundert Professorinnen und Professoren als Mentoren beteiligt sind.


Es gibt Ideen, die sind derart gut, dass sie nach zehn Jahren noch immer innovativ klingen.
Im Herbst des Jahres 1996 begann der ungarische Forscher Péter Csermely mit einem Projekt, das Schülerinnen und Schüler für die Forschung begeistern und ihnen den Weg in die Labors der Wissenschaft öffnen sollte. Einzige Bedingung: Wissensdurst und Eigeninitiative sollten sie mitbringen und eine gehörige Portion Talent. Csermely suchte für sein Projekt Professorinnen und Professoren, die sich bereit erklärten, Mentoren dieser jungen und begabten Menschen zu werden.

Heute umfasst das Netzwerk „The Hungarian Research Student Movement“ über 700 solcher Mentoren (darunter ein Nobelpreisträger und über 100 Mitglieder der ungarischen Wissenschaftsakademie),  rund 800 Lehrerinnen und Lehrer und jährlich 500 bis 1000 Schülerinnen und Schüler, die sich neu für das Programm interessieren. Von den Schülerinnen und Schülern der vergangenen 10 Jahre, die in ihrem Forscherdrang unterstützt und gefördert wurden, suchten später 4000 den Weg in die Wissenschaft.

Wie läuft die „Talent-Rekrutierung“ ab? Jeder interessierte Schüler kann sich auf der Website melden und muss dabei zwei kurze Fragen beantworten: „Weshalb willst du Forschung betreiben?“, und „Weshalb hast du das Gefühl, du seiest besser als andere Schüler“? Wie Csermely in der Fachzeitschrift „EMBO reports“ schreibt, eignen sich diese zwei simplen Fragen gut, um das Talent und die Motivation der Schüler abschätzen. Wer die Registration geschafft hat, bekommt eine Liste mit allen Mentoren zugesandt und kann aus einer grossen Palette von Themen auswählen.

Der nächste Schritt liegt – wie alle anderen Schritte auch – bei der Schülerin oder dem Schüler. Sie oder er kontaktiert den Mentor oder die Mentorin der Wahl. Was danach geschieht, ist offen. „Manche Schüler beenden den Kontakt nach der Besprechung eines Buches oder eines wissenschaftlichen Artikels, andere finden ein stimulierendes Umfeld und forschen gar im Team mit“, schreibt Csermely. Auch im Labor von Csermely haben mehrere Schülerinnen und Schüler bei der Publikation von Artikeln mitgewirkt. Oder sinngemäss in den Worten von Péter Csermely: „Die besten Schüler verdienen unsere grösste Anerkennung, denn sie sind unsere Zukunft.“

Quellen:

Links:

Die Website des Hungarian Research Student Movement finden Sie hier…

Daraus hervorgegangen ist das internationale "Network of Youth Excellence". Die Website finden Sie hier...


30. Oktober 2006

 

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