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Von schnellen und langsamen Ameisen

Eine Stoppuhr, etwas Kreide und eine Ameisenstrasse genügen, um den Einfluss der Temperatur auf lebende Organismen zu untersuchen. So lautet der Tipp aus der Mai-Ausgabe der Fachzeitschrift "American Biology Teachers".

Anhand von Ameisen lässt sich relativ einfach demonstrieren, dass die Temperatur Prozesse in lebenden Zellen beeinflusst. Ameisen sind dankbare Studienobjekte: Sie fliegen nicht davon und sind überall und leicht zu finden.

Der Biologielehrer Joe Clopton aus Nordkalifornien schickt seine Schülerinnen und Schüler das ganze Jahr hindurch regelmässig nach draussen. Dort lässt er sie mit der Stoppuhr Ameisen beobachten. Der Auftrag lautet: Entlang einer Ameisenstrasse mit einer Kreide eine 30 Zentimeter lange Strecke kennzeichnen. Dann die Zeiten messen, die zehn Ameisen für diese Strecke benötigen und den Durchschnitt daraus berechnen.

Bevor die Schülerinnen und Schüler nach draussen gehen, diskutieren sie das Design des Experiments und einigen sich (geführt durch den Lehrer) auf minimale Standards: Der gemessene Ameisenstrasse-Abschnitt sollte horizontal auf ebenem Boden verlaufen und keine Kurven beinhalten.

Trotz der Tatsache, dass es sich bei den Schülern um "Neulinge" in der Wissenschaft handle, erhalte man robuste Datenmengen, die sich gut analysieren lassen, schreibt Clopton.

Die Zeit, die die Ameisen für die 30 Zentimeter benötigen, kann bis um den Faktor 60 varieren: Je nach Temperatur varierten die Zeiten von 5,3 Sekunden bis 5,6 Minuten.

Laut Clopton lässt sich das Experiment nicht nur als Einführung für weiter gehende Lektionen zum Thema Temperatur benutzen. Es eignet sich auch, um das Design von Experimenten zu diskutieren, zum Beispiel mit Fragen wie:

Quelle:

Joe R. Clopton: Temperature: Humans Regulating, Ants Conforming
The American Biology Teacher, pp e59-e63, Volume 69, Issue 5 (May 2007)

22. Juni 2007

 

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