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Chemie im All

Meist studieren Schülerinnen und Schüler im Chemieunterricht Verbindungen, die für den Menschen und unseren Planten von Bedeutung sind. Der Chemiker und Dozent Reggie Hudson schlägt vor, den Blick mal weiter schweifen zu lassen und den Schülern einige Fakten der Astrochemie näher zu bringen.

Das Universum fasziniert den Menschen seit Menschengedenken. Aus Sicht des Chemikers Reggie Hudson lohnt es sich deshalb, im Chemieunterricht einen Blick nach "oben" zu werfen.

Auf der Erde ist vieles anders als im All. Dies zeigt auch die Tatsache, dass Wasserstoff im Universum das häufigste Element darstellt. Auf der Erde ist es vergleichsweise selten (im Menschen jedoch wieder häufiger anzutreffen).
In der Novemberausgabe der Fachzeitschrift "Journal of Chemical Education" listet Hudson die Liste aller bekannten Moleküle auf, die sich im interstellaren Raum tummeln (Link unten). "Wenn die Schüler die Liste zum ersten Mal sehen, sind sie überrascht, wie viele verschiedene Verbindungen im angeblich leeren Raum existieren", schreibt Hudson.

Der Artikel einhält ausserdem eine Reihe von Anregungen, die den Unterricht zur Astrochemie spannend gestalten können. Wer die Unterrichtsstunde über Säure-Base-Paare mit einigen Fakten aus der Astrochemie bereichern möchte, findet zum Beispiel den Hinweis, dass sich das Säure-Base Konzept auch im All anwenden lässt – "wenn auch ganz ohne wässrige Lösung", wie Hudson notiert.

Quelle: Reggie L. Hudson (2006): Astrochemistry Examples in the Classroom
Journal of Chemical Education, Vol 83 No 11, pp 1611-1616

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2. November 2006

 

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