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Das chemische Gleichgewicht ist ein schwieriges Konzept. Forschungen zeigen, dass viele Schülerinnen und Schüler damit von Beginn weg grosse Mühe bekunden. Eine Studie aus der Türkei bestätigt diesen Befund erneut - und zwar bei angehenden Chemielehrern.
Das chemische Gleichgewicht ist ein schwieriges Konzept. Viele Schülerinnen und Schüler bekunden grosse Mühe damit, wie zahlreiche Studien in den vergangenen Jahren aufgezeigt haben. Eine Studie aus der Türkei bestätigt den Befund nun erneut: Von 90 befragten angehenden Chemielehrerinnen und Lehrern (zweites Semester im Bildungsgang) haben nur 22 Prozent verschiedene Fragen zum chemischen Gleichgewicht korrekt beantworten und begründen können. Zwar antwortete fast die Hälfte der Untersuchten korrekt auf die gestellten dreizehn Fragen, doch nur jeder Fünfte lieferte dann die korrekte Begründung dazu.
Der Autor Haluk Özmen von der Technischen Univeristät Karadeniz möchte dieses Resultat nicht als repräsentativ für andere Länder sehen, aber durchaus als weiteren Beleg dafür, dass Fehlwissen rund um das chemische Gleichgewicht auf allen Bildungsstufen "weit verbreitet" ist.
Einige Beispiele aus der Studie
Hier sind einige Fehlvorstellungen der befragten, angehenden türkischen Chemielehrpersonen aufgelistet. Die genannten Fehlvorstellungen wurden nicht so formuliert, sondern ersichtlich aus den Antworten auf konkrete, fallbezogene Beispiele. Sie decken sich mit Erkenntnissen aus anderen Studien.
Der Autor muntert Lehrpersonen auf, sich in der Literatur über bekannte Fehlkonzepte zu informieren (in der Forschung alternative concepts, misconceptions, alternative framworks, conceptual frameworks oder auch spontaneaus knowledge genannt), bevor ein Thema im Unterricht eingeführt wird. Texte, welche solche Fehlkonzepte ganz direkt ansprechen, könnten beispielsweise dann für Schülerinnen und Schüler eine Hilfe sein, schreibt Özmen.
Haluk Özmen: Determination of student's conception about chemical equlibrium: a review of research and the case of Turkey
Chemistry Education Research and Practice. 2008, 9, 225 - 233
1. Dezember 2008
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