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Harry Potters Geschichten lassen sich im Chemie-Unterricht einsetzen. Zauberei lässt sich zuweilen nämlich mit „banaler“ Chemie erklären.
Ein Abschnitt im ersten Harry Potter Band liess die Chemielehrerin Jane Snell Copes stutzen: Harry Potter und seine Freunde wärmen darin ihre Hände an Einmachgläsern, in denen blaue Flammen lodern.
«Ich las die Stelle genauer und dachte: ich weiss, wie das geht», schreibt Snell in der Oktoberausgabe des Fachjournals "Journal of Chemical Education".
Von nun an machte sich die Chemielehrerin – die laut eigenen Angaben die Chemie vor allem aufgrund der Explosionen und Farben liebt - beim Lesen von Harry Potters Abenteuern unzählige Randnotizen. Sie griff immer dort zum Bleistift, wo Zauberei auch mit nicht-magischer Chemie realisiert werden kann. Bald waren ihre Bücher randvoll mit Notizen.
Einen Auszug aus ihrer Sammlung, welche Zauberei in banale Chemie umwandelt, stellt sie im Artikel "The chemical Wizardry of J. K. Rowling" vor.
Die Aufzählung reicht von farbigen Flammen, Zauberstäben, Zauber-Tinten, Verdickungsmittel bis hin zur Frage, was mit einem geschälten Ei geschieht, das in destilliertes Wasser eingelegt wird (es schwillt an wie Draco Malfoys Gesicht in Band 2).
Um die Geschichte mit dem Ei abzuschliessen: Legt man ein zweites, geschältes Ei in eine konzentrierte Fruchtzuckerlösung, schrumpft das Ei – vielleicht hätte Malco sein Gesicht in eine Fruchtzuckerlösung eintauchen können, statt auf die erlösenden Zauberworte seines Lehrers zu warten?
Quelle: Jane Snell Copes (2006). The chemical Wizardry of J. K. Rowling
Journal of Chemical Education, Volume 83 No 10, pp 1479-1483
Link
Abstract: http://jchemed.chem.wisc.edu/HS/Journal/Issues/2006/Oct/abs1479.html
23. Oktober 2006
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