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Wer weiss, ob die Menschen in vierhundert Jahren unser elektronisch gespeichertes Wissen lesen können. Die Tinte unserer Vorfahren hat sich diesbezüglich bewährt. Wie sich Chemie und Geschichte der Eisengallustinte im Unterricht kombinieren lassen, beschreibt der Chemielehrer Gianluca Farusi.
Leonardo da Vinci, Johann Sebastian Bach und Vincent van Gogh brachten sie zu Papier: die Eisengallustinte. In der neuesten Ausgabe des Journals "Science and School" berichtet der Chemielehrer Gianluca Farusi, wie sich der geschichtliche Kontext und die Chemie dieser Substanz im Unterricht ergänzen können.
Da ist zum Beispiel die Rezeptur des Venezianers Pietro Canepario aus dem Jahr 1619, die die Gewichtsverhältnisse der Ingredienzien wiedergibt: "Una, due, tre e trenta a far la bona tenta."
Für die Herstellung der Eisengallustinte hat der Chemielehrer Gianluca Farusi mit seinen Schülern Galläpfel gesammelt, und nicht, wie in anderen Rezepturen erwähnt, fertig käufliches Tannin benutzt. Förster können beim Finden solcher Gallen behilflich sein.
Eisengallustinte lässt sich auch mit jüngeren Schülern herstellen. Die Chemie dahinter ist komplexer - im frei zugänglichen Artikel werden Herstellung und Chemie detailliert beschrieben.
Gianluca Farusi: Monastic ink: linking chemistry and history
Science and School, Issue 6, 2007
5. Oktober 2007
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