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Es ist in Ordnung, wenig zu reden. Untenstehend vier Regeln für den Unterricht aus der Aprilausgabe des Fachjournals "The Physics Teacher". Gedacht für neue Lehrer. Lesenswert vielleicht auch für andere.
Regel 1:
Viele (neue) Lehrer denken, sie müssten den Unterricht neu erfinden. Doch das Gegenteil bringt mehr: Bereits vorhandene Problemstellungen aus der Literatur sind zu nutzen. Sie wurden von erfahrenen Lehrpersonen entwickelt.
Regel 2:
Die Förderung des konzeptionellen Verständnisses sollte im Vordergrund stehen: Im Unterricht, bei den Hausaufgaben und war allem bei der Prüfung. Oft wird zu viel Augenmerk auf das Lösen von Aufgaben gerichtet, während das tiefere Verständnis auf der Strecke bleibt. Was nützt es, wenn die Schülerinnen und Schüler die Beschleunigung errechnen können ohne ein fundiertes, qualitatives Verständnis dafür zu haben, was Beschleunigung ist?
Regel 3:
Es ist in Ordnung, als Lehrer wenig zu reden. Die Schülerinnen und Schüler hören ohnehin nicht zu. Spricht die Lehrperson für längere Zeit, sitzen die Schülerinnen und Schüler auf ihren Stühlen und schreiben alles Gesagte auf. Sie befinden sich jedoch im Schreibmodus - einem Zustand, in dem das Bewusstsein auf niedrigem Niveau verharrrt, ähnlich dem Schlaf.
Regel 4:
Das Ziel eines Physiklehrers gleicht dem eines Arztes: Man will den Tod möglichst vieler Patienten verhindern. Lernen die Schülerinnen und Schüler etwas über die Physik, hassen jedoch das Fach, hat die Lehrperson ihr Ziel verfehlt. Die Schüler sollten deshalb regelmässig gefragt werden, ob sie am sterben sind. Findet man in einem Gespräch unter vier Augen den richtigen Ton, wird der Patient auch verraten, wie er am besten geheilt werden kann.
Dubson M: Three or Four Golden Rules of Lecture
The Physics Teacher, Vol. 45, No. 4, pp. 252–253, April 2007
12.April 2007
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