printlogo
ETH Zuerich - Startseite
Herzlich Willkommen
 
print
  

Der nigerianische Kühltopf

Gymnasiastinnen und Gymnasiasten sollten das Prinzip des Kühlschrankes verstehen. Leider eignet sich ein echter Kühlschrank nur schlecht für "hands-on" Experimente. Ganz anders verhält sich die Sache mit dem nigerianischen Kühltopf, der ebenfalls nach dem Prinzip der Verdunstungskälte funktioniert: Die Schülerinnen und Schüler können eigene Töpfe kreieren und mit diesen experimentieren.

In Nigeria bleiben Tomaten nur zwei Tage frisch, Fleisch nur ein einige Stunden. Der nigerianische Lehrer Mohammed Bah Abba hat deshalb das Prinzip der Verdunstungskälte wie folgt genutzt: Er entwickelte den "nigerianischen Kühltopf" bestehend aus zwei ineinander gestellten Kühltöpfen. Fleisch darin bleibt zwei Tage frisch, Tomaten gar drei Wochen oder mehr.

Der entstandene Zwischenraum zwischen den beiden Töpfen wird mit nassem Sand gefüllt. Über die Früchte legt man ein nasses Tuch. Das Wasser aus dem Sand diffundiert langsam durch die Schicht des äusseren Tontopfes in die trockene Aussenluft und kühlt dadurch das System.

Wayne Breslyn aus Gaithersburgh, Maryland, beschreibt in der Novemberausgabe der Fachzeitschrift "The Science Teacher" wie er die Tontöpfe für ein interdisziplinäres Schülerforschungsprojekt genutzt hat.

Im Kunst-Unterricht suchten die Schülerinnen und Schüler nach geeignetem Ton und der besten Form für die Tongefässe. Im naturwissenschaftlichen Unterricht wurden Experimente entwickelt und durchgeführt (um die Experimente authentischer zu gestalten, wurden die Kühltöpfe in einem grossen Ofen bei 40 Grad Celsius getestet). Unter den Fragen, die sich die Schüler stellten, waren die folgenden:


Die entwickelten Kühltöpfe funktionierten "erstauntlich gut" wie Breslyn schreibt: Bei einer Umgebungstemperatur von 40 Grad Celsius im Ofen wurde eine Temperaturreduktion von 7 bis 12 Grad gemessen.

Quelle:

Wayne Breslyn: Clay Pot Refrigerators

The Science Teacher, November 2007, pp 74-75

Link:

Mohammed Bah Abba (The Rolex Awards)


12. November 2007

 

Wichtiger Hinweis:
Diese Website wird in älteren Versionen von Netscape ohne graphische Elemente dargestellt. Die Funktionalität der Website ist aber trotzdem gewährleistet. Wenn Sie diese Website regelmässig benutzen, empfehlen wir Ihnen, auf Ihrem Computer einen aktuellen Browser zu installieren. Weitere Informationen finden Sie auf
folgender Seite.

Important Note:
The content in this site is accessible to any browser or Internet device, however, some graphics will display correctly only in the newer versions of Netscape. To get the most out of our site we suggest you upgrade to a newer browser.
More information

© 2009 ETH Zürich | Impressum | Disclaimer | 12.11.2007
top