Biodiversität: Wie können wir die Verbreitung von Pflanzen und Tieren unterstützen?

  • Nächster Termin: 14.06.2024 und 15.06.2024
  • Kursleitung: Christina Skirgaila
  • Autoren: Patrick Faller und Christina Skirgaila
  • Schulstufe: 9. bis 11. Schuljahr
  • Umfang:  10 Lektionen
Vergrösserte Ansicht: Korallenriff
Die Biodiversität von Korallenriffen ist Gegenstand von Forschungsprojekten der ETH Zürich

Im Mittelpunkt dieses Kurses steht die Biodiversität von Ökosystemen. Neben der Artenvielfalt zählt dazu auch die genetische Vielfalt innerhalb der Arten. Genetische Vielfalt ist die Voraussetzung dafür, dass sich Arten oder Organismen an bestehende oder sich ändernde Umweltbedingungen anpassen können. Die Teilnehmenden erhalten einen aktuellen Überblick dazu, mit welchen Methoden die Biodiversität verschiedener Insekten-, Vogel-, Säugetier- und Reptilienarten erhoben und mit welchen Massnahmen sie gefördert werden kann. Ein weiteres Thema dieses Kurses werden die ökologischen Beziehungen zwischen verschiedenen Arten und Populationen sowie ihre Abhängigkeit voneinander sein.

Angenommen, Sie möchten einen Teich einrichten, um die Lebensräume einer seltenen Froschart besser miteinander zu verbinden. Die möglichen Standorte sind unten mit Fragezeichen gekennzeichnet.

Teich
Mögliche Standorte für einen neuen Teich

An welcher Stelle würden Sie den Teich einrichten, wenn Ihr Geld nur für einen reicht? Dazu muss man herausfinden, zwischen welchen bestehenden Teichen der Austausch von Fröschen bereits gut funktioniert – und wo er noch verbessert werden kann. In diesem Fall zeigt eine genetische Analyse des Erbguts der Frösche, dass sie zu vier Gruppen gehören.

Landschaft
Die genetisch verschiedenen Froschgruppen sind mit unterschiedlichen Farben gekennzeichnet

Die Abbildung zeigt, dass der Austausch zwischen dem linken und dem unteren Teich schon gut funktioniert, während er zwischen dem rechten und dem unteren Teich verbessert werden sollte. Zwischen diesen beiden Teichen sollte daher der neue Teich eingerichtet werden. Dieses Beispiel veranschaulicht, wie Lebensräume auf der Grundlage von Genanalysen besser miteinander vernetzt werden können.

 

Trocken- und Magerwiese
Auch die Biodiversität von Trocken-​ und Magerwiesen wird von der ETH Zürich untersucht

Am Beispiel von Ökosystemen wie Korallenriffen sowie Trocken- und Magerwiesen wird beschrieben, mit welchen Methoden in laufenden Forschungsprojekten die genetische Vielfalt erhoben wird. Dabei werden nicht mehr einzelne Organismen untersucht, sondern es genügt, die so genannte Umwelt-DNA (e-DNA) aus Wasser- oder Bodenproben zu extrahieren und zu analysieren. Diese DNA kann anschliessend den verschiedenen Organismen zugeordnet werden. Damit alle Teilnehmenden auf dem gleichen Kenntnisstand sind, gehört zum Kurs auch eine Einführung in die Genetik, insbesondere in die Populationsgenetik.

 

Erdkröten
Erdkröten wandern im Frühjahr aus verschiedenen Winterlagern zu einem Teich. Wie lässt sich herausfinden, woher die Erdkröten kommen, die wir am Teich finden?

Welche Bedeutung hat die Biodiversität für Ökosysteme?

Welche Faktoren wie Klimawandel und invasive Arten gefährden die Biodiversität?

Mit welchen Methoden lässt sich die Biodiversität erfassen?

Und welche Massnahmen wie die Vernetzung von Lebensräumen eignen sich, um die Biodiversität zu fördern?

Was können wir selbst im Alltag tun, um Biodiversität zu fördern?

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